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Bürgerliste/FWG Linsengericht fordert von Bgm. Albert Ungermann belastbare Informationen zu Windkraftanlagen im Linsengericht
15.02.2012
Noch dazu über eine Homepage der Grünen, die zumindest in den Tagen nach der Veröffentlichung des besagten Artikels gar nicht erreichbar war, so BGL/FWG Gemeindevorstandsmitglied und Pressewart Sebastian Dein.

„Wir haben in der Gemeindevertretersitzung am 31. Januar eine Anfrage mit sechs Fragen zum Thema Windkraft eingebracht, da hier offenbar von der rot-grünen Koalition und Bürgermeister Ungermann wieder einmal bereits Fakten geschaffen werden, über die die anderen Fraktionen und die Öffentlichkeit nur bruchstückhaft informiert werden“, so BGL/FWG -Fraktionsvorsitzender Heinz Breitenbach. „Während SPD und Grüne die neueste Windkraftkarte wohl schon kennen, warten wir noch auf belastbare Informationen aus dem Rathaus.“

Neben der Bitte, die dem Bürgermeister bereits vorliegende Windkraftkarte allen Fraktionen zur Verfügung zu stellen, umfasst der Fragenkatalog der Freien Wähler folgende Fragen: Gibt es aufgrund der vorliegenden Windkarte bereits konkrete Vorstellungen/ Planungen für den Bau von Windkraftanlagen? Wo liegen die möglichen Standorte für den Bau von Windkraftanlagen in Linsengericht? Gab es bereits Gespräche mit Investoren, die in Linsengericht Windräder errichten wollen? Wie sieht der Zeitplan für die Errichtung von Windkraftanlagen in Linsengericht aus? Wann wird die beabsichtigte Bürgerversammlung stattfinden, um die Akzeptanz des Vorhabens auszuloten? Gab es bereits Anfragen aus der Bevölkerung hinsichtlich einer Kapitalbeteiligung an dem Projekt? Darüber hinaus gibt es aus der Fraktion und den Reihen der Mitglieder der Freien Wähler eine ganze Reihe weiterer Fragen zu den verschiedensten Aspekten, die in den nächsten Wochen und Monaten gründlich abgearbeitet werden sollen.

„Die am Mittwoch im Main-Kinzig-Forum vorgestellte „Potentialanalyse für Erneuerbare Energien der FH Frankfurt“, die nun für jedermann unter www.erneuerbarkomm.de/mkk, übrigens auch gezielt für die Gemeinde Linsengericht abrufbar ist, hat gezeigt, dass ein vernünftiger Energie-Mix und dezentrale Lösungen einen hohen Stellenwert besitzen, was auch die vortragende Professorin Dr. Martina Klärle an diesem Abend mehrfach betont habe“, so die Bürgerlistenvertreter einhellig. Ernüchternd für uns alle war, dass die vorgelegte Studie aufzeigt, dass Linsengericht im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis beim Windkraftpotential nicht unbedingt im vorderen Mittelfeld angesiedelt ist, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Den Grünen, die das Thema Windkraft im Linsengericht offenbar exklusiv belegen wollen, rät Breitenbach, sich nicht aus zwar verständlichen, aber doch eher ideologisch geprägten Gründen zu früh in eine Richtung festzulegen, sondern alle Argumente sachlich zu diskutieren und eine solche Diskussion überhaupt erst einmal zuzulassen.

„Der im Presseartikel formulierte Aussage „Nicht unter Druck planen“ können wir hingegen nur zustimmen, denn auch wir Freien Wähler haben vor, uns sehr intensiv über alle Vor- und Nachteile zu informieren und erst nach einem breiten Meinungsbildungsprozess zu Entscheidungen zu kommen“, so Breitenbach und Dein abschließend.


Windkraftanlagen im Wald

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