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7. Kommunalpolitischer Aschermittwoch der Bürgerliste/FWG Linsengericht mit Heringsessen im Hasenheim in Geislitz
22.02.2012
Der 7. kommunalpolitische Aschermittwoch der Bürgerliste/FWG Linsengericht (BGL/FWG) im Geislitzer Hasenheim bot den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben hervorragendem Essen, zwei kurzweiligen Reden des Vorsitzenden Heinz Breitenbach und des neuen Demografiebeauftragten des Kreises, Carsten Kauck, vor allem auch viel Zeit für politische Diskussionen in geselliger Runde.

Fraktionsvorsitzender Heinz Breitenbach begrüßte zunächst den Linsengerichter Ehrenbürgermeister Theo Ratzka, den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Kreistag, Jürgen Heim, sowie Carsten Kauck, der nach dem Verzehr von Heringen, Pellkartoffeln oder Hausmacher Wurst über seine neue Aufgabe als ehrenamtlicher Demografiebeauftragter des Main-Kinzig-Kreises berichtete und im Anschluss zahlreiche Fragen der interessierten Bürgerlisten-Mitglieder beantwortete. Das bekannte Schlagwort beim Thema Demografie sei „Wir werden älter, bunter und weniger“ und daher seien in Zukunft die Regionen und Gemeinden im Vorteil, die frühzeitig auf die sich verändernden Bedürfnisse und Strukturen reagieren. „Hierzu soll kreisweit künftig ein Netzwerk von Informationen und Ideen dienen, in das neben Verwaltungs- und Expertenwissen auch das Wissen der Bevölkerung vor Ort zu allen möglichen Themenbereichen einfließt“, so Kauck. Für die gut angenommene Bewirtung des Heringsessens zeichneten Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen in Gelnhausen, sowie das Geislitzer Team um Kurt Brandes, Norbert Viehmann und Wilfried Straub verantwortlich, die sie sich dem Dank und Applaus der Anwesenden sicher waren.

Der Fraktionsvorsitzende der BGL/FWG Linsengericht in der Gemeindevertretung, Heinz Breitenbach, ging in seiner Rede sachlich, aber dennoch kämpferisch auf einige aktuelle Themen der Gemeindepolitik ein, die seit der Bildung der rot-grünen Koalition anders als in der Vergangenheit offenbar vermehrt auf Konfrontation statt auf einen gemeinsamen Konsens ausgerichtet sei. So habe man als Oppositionspartei bei vielen Sachthemen den Eindruck, nicht ausreichend oder nur sehr spät informiert zu werden, um dann mit Schröderscher „Basta“-Politik seitens SPD und Grünen abgefertigt zu werden.

Bei den Haushaltsberatungen standen der Bürgerliste oftmals nicht alle Detailinformationen zur Verfügung, sodass das defizitäre Werk nach zeitintensiven Beratungen zusammen mit der CDU abgelehnt wurde und beim Thema erneuerbare Energien habe die SPD den Grünen offenbar in der Koalitionsvereinbarung die alleinige Zuständigkeit zugesprochen, anders sei die mangelhafte und sich teilweise selbst widersprechende Informationspolitik von Bürgermeister Ungermann zum Thema Windkraft nicht zu erklären.

Neben dem Kampf gegen den in 2011 vermehrt im Linsengericht zu hörenden Fluglärm, gegen den die Freien Wähler der Bürgerliste im Sommer binnen kurzer Zeit über 2000 Unterschriften sammelten, habe man sich in der Fraktion auch gegen die Erweiterung und den Neubau der Parkplätze an der A 66 im Bereich zwischen Altenhaßlau, Gelnhausen und Höchst ausgesprochen, die an einer der engsten und verkehrlich sowieso schon hoch belasteten Stelle des Kinzigtales entstehen sollen.

Skeptisch steht die Bürgerliste auch den Entwicklungen im Gewerbegebiet „In der Sälenhecke“ in Großenhausen gegenüber, welches im Januar von Rot-Grün handstreichartig in den Gemeindegremien gegen alle Anträge, Argumente und Bedenken von BGL und CDU „durchgepaukt“ wurde.

Im Jahr 2012 steht bei der Bürgerliste die bereits in Arbeit befindliche Neugestaltung der Internetseite und die Werbung neuer Mitglieder, die frei von Parteiinteressen ihre Umgebung positiv mitgestalten wollen, im Vordergrund.

Abschließend dankte Heinz Breitenbach den Besuchern und Organisatoren der Veranstaltung und wies bereits auf den 26. Familientag der Bürgerliste am Sonntag, den 22. April 2012 in Großenhausen hin.


Von links: Heinz Breitenbach, Gisela Bohlender, Carsten Kauck, Sebastian Dein u. Ingrid Schmidt

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