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Erneuerbare Energien im Linsengericht: Frau Prof. Dr. Martina Klärle von der FH Frankfurt zu Gast bei der Bürgerliste Linsengericht
06.06.2012
Bei der Informationsveranstaltung über erneuerbare Energien in Linsengericht, die die örtliche Freie Wählergemeinschaft Bürgerliste organisiert hatte, präsentierte im Sport- und Kulturheim Großenhausen Frau Professorin Dr. Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt unter anderem ihre Potentialanalyse „Erneuerbar Komm“. Vor wenigen Monaten wurden die Ergebnisse dieser Studie im Main-Kinzig-Forum für den gesamten Main-Kinzig-Kreis vorgestellt, doch durch berufliche Kontakte zwischen BGL-Schriftführer Professor Dr. Matthias Rohde war es den Linsengerichter Freien Wählern gelungen, eine gezielte Betrachtung des Potentials von erneuerbaren Energien speziell in ihrer Gemeinde aus erster Hand zu erhalten.

Zu Beginn begrüßte Heinz Breitenbach als Vorsitzender der Bürgerliste die zahlreichen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger in Großenhausen, bevor Matthias Rohde seine Kollegin Martina Klärle vorstellte, die anschließend in Ihrem Vortrag zunächst Ihren beruflichen Werdegang, ihre Intention und mittels einer Beamer-Präsentation auf einer Leinwand insbesondere die Art und Weise Ihrer Erhebungsmethoden vorstellte.

Danach beleuchtete Sie die vier verschiedenen erneuerbaren Energieformen Biomasse, Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft. Für Solarenergie und Biomasse gebe es im Linsengericht im Vergleich zum gesamten Kreisgebiet ein mittelmäßiges Potential, während die Nutzung von Wasserkraft hier eher zu vernachlässigen sei. Auch das Windpotential sei im Vergleich zum Rest des Main-Kinzig-Kreises gering, aber durchaus vorhanden.

Beim Thema Windkraft ging man dann auch am stärksten ins Detail, da auch zahlreiche Diskussionsbeiträge und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diese Richtung gingen. Die oberhalb des Hufeisens an der Birkenhainer Straße in Richtung Franzosenkopf an der Grenze zur Bayerischen Gemeinde Westerngrund von der Gemeinde Linsengericht geplanten Windkraftanlagen wurden hier angesprochen. Professorin Dr. Klärle verstand es hierbei hervorragend, gemeinsam mit Bürgerlisten-Gemeindevertreter Matthias Rohde die Debatte mit großem Fachwissen und unaufgeregt zu leiten. So erläuterte Sie, dass vor einer Entscheidung für einen Windpark bei der Standortsuche über 20 Kriterien, darunter neben einer Vielzahl von naturschutzrechtlichen Aspekten auch die Abstände zur Wohnbebauung, zu berücksichtigen seien, aber auch, dass ein gut geplanter und finanzierter Windpark für die Grundstückseigentümer und kleinen wie auch großen Investoren erhebliche Chancen biete, sofern die Wertschöpfung in der Region bleibt.

Mit dem für jedermann im Internet zugänglichen Online-Rechner www.erneuerbarkomm.de bewies die Gastrednerin der Bürgerliste nun den Anwesenden in verschiedenen durchgespielten Szenarien, dass in Linsengericht eine Komplettversorgung aus erneuerbaren Energien möglich sei, wobei der richtige Energie-Mix eine wichtige Rolle spiele.

Heinz Breitenbach und Matthias Rohde bedankten sich anschließend für den hervorragenden sehr informativen Vortrag bei der Rednerin und die stets sachliche Diskussion bei den vielen Besucherinnen und Besuchern und überreichten Martina Klärle noch ein kleines Präsent, ehe die interessanten Gespräche im Sport- und Kulturheim Großenhausen noch in Kleingruppen weitergeführt wurden: „Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung!“, bilanzierten anschließend die beiden BGL-Gemeindevorstandsmitglieder Gisela Bohlender und Sebastian Dein.


von links: Prof. Dr. Matthias Rohde, Prof. Dr. Martina Klärle und Bürgerlistenfraktionsvorsitzender Heinz Breitenbach

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