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Historische Flurbezeichnungen als Alternative zu doppelten und mehrfach Straßennamen in Linsengericht
20.12.2012
Die Mandatsträger und Mitglieder der Bürgerliste/FWG Linsengericht Ortsgruppe Geislitz haben bei ihrer jüngsten Zusammenkunft das Thema doppelte und mehrfach vorkommende Straßenbezeichnungen diskutiert und nach Lösungen für den Ortsteil Geislitz gesucht.

Die Freien Wähler hatten diese wichtige Angelegenheit durch einen entsprechenden Antrag in die Gemeindevertretung eingebracht und die Bedeutung dieser Maßnahme für die Bevölkerung Linsengerichts aufgezeigt. Fraktionsübergreifend stimmten fast alle Gemeindevertreter/-innen dieser Initiative zunächst zu. Erstaunt mussten dann nach einigen Monaten die Vertreter der Bürgerliste Linsengericht zur Kenntnis nehmen, dass bei der Rot-Grünen Mehrheit ein Sinneswandel stattgefunden hatte. Mit der Aufhebung der ursprünglichen Entscheidung die doppelten und mehrfach vorhandenen Straßennamen zu ändern, wurde eine wichtige Maßnahme durch SPD und Grüne verschleppt. Erst der Hinweis des Landrats Erich Pipa, dass die Straßennamenänderung vorzunehmen ist, ließ die Koalitionäre wieder auf den Weg der Vernunft zurückkehren. Der Beobachter spricht auch von einer Rolle rückwärts.

Hauptargument der Bürgerliste / FWG Linsengericht für die Umbenennungen war und ist immer noch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger: „Bedenkliche Situationen können entstehen, wenn in Notfällen der Rettungswagen zunächst in den falschen Ortsteil fährt, weil in der durchaus verständlichen und menschlichen Hektik eines Notrufes der Ortsteilname zusätzlich zur Straßenbezeichnung schlicht und einfach vergessen wurde. Man kann nur hoffen, dass es nie so weit kommt, wenn es um jede Sekunde der eintreffenden medizinischen Versorgung und damit auch um Menschenleben geht. Daneben werden die Post und andere Zustelldienste diese Umbenennung begrüßen.

„Bei Durchsicht des Straßenverzeichnisses ist davon auszugehen, dass einige Straßennamen in Geislitz zu ändern sind“, machte Gemeindevertreter und Ortsbeiratsmitglied Norbert Viehmann den Anwesenden deutlich.

Beim Studium der mitgebrachten Flurkarten reiften bei den Geislitzer Ortsbeiratsmitgliedern Tanja Belle und Horst Viehmann die Ideen für eine praktikable Lösung dieser bedeutenden Veränderungen in Geislitz. „Wir plädieren für eine Umbenennung der betroffenen Straßen nach der historischen Flurbezeichnung, die in den alten Flurkarten verzeichnet ist“, waren sich die Vertreter der Bürgerliste Geislitz an diesem Abend schnell einig. „Diesen Vorschlag werden wir bei der nächsten Geislitzer Ortsbeiratssitzung einbringen,“ gab Norbert Viehmann die Zielrichtung bekannt.


von links: Alexander Ditzel, Armin Schneider, Norbert Viehmann, Tanja Belle, Horst Viehmann und Bodo Zinke

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