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Verwunderung über Bürgerbrief der SPD Lützelhausen oder „sich mit fremden Federn schmücken“
13.01.2019

Etwas verwundert zeigt sich die Bürgerliste / FWG Linsengericht über den kürzlich verteilten „Bürgerbrief“ der SPD Lützelhausen. In einer chronologischen Darstellung möchten die heimischen Freien Wähler die unendliche Geschichte der neuen Bestattungsformen auf allen Linsengerichter Friedhöfen daher noch einmal skizzieren:

Die im „Bürgerbrief“ erwähnte Diskussion aus dem Ortsbeirat Lützelhausen im Jahre 2012 über neue Bestattungsformen auf dem dortigen Friedhof wurde durch eine Entscheidung der „rot-grünen“ Mehrheit in der Gemeindevertretung Linsengericht damit beendet, dass aus Platzgründen neue Bestattungsformen nur auf dem Friedhof in Altenhasslau möglich seien und in den vier weiteren Linsengerichter Ortsteilen die Angebotserweiterung nicht möglich sei. Auch die Anfragen und Vorschläge aus Eidengesäß, Geislitz und Großenhausen mit Waldrode wurden vom Bürgermeister in den Ortsbeiratssitzungen immer mit dem Argument der fehlenden Flächen abgelehnt. Erst durch einen gemeinsamen Antrag der Bürgerliste/FWG und der CDU Linsengericht vom 14.09.2016, der vorsah, die Änderung der Friedhofssatzung vorzunehmen und Baumgräber auf allen Linsengerichter Friedhöfen zuzulassen, beendete die Blockadehaltung.

Bürgermeister Albert Ungermann regte in der Sitzung der Gemeindevertretung vom 29.09.2016 an, das Thema, neue Bestattungsformen auf allen Linsengerichter Friedhöfen zuzulassen, in einer interfraktionellen „Arbeitsgruppe Friedhofsgestaltung“ unter Einbeziehung der Bau- und Liegenschaftsverwaltung erneut zu prüfen. Das Ergebnis der Sitzung der Arbeitsgruppe vom 30.11.2016 war eindeutig: Unter Einbeziehung der Ortsbeiräte sollte zukünftig auf allen Linsengerichter Friedhöfen eine Baumbestattung ermöglicht werden.

Trotz vorhandener Finanzmittel im Doppelhaushalt 2017/2018 in Höhe von 50.000,-- EUR wurden die von allen Linsengerichter Ortsbeiräten gewünschten neuen Grabformen leider bis zum heutigen Tage noch nicht umgesetzt. Ein langer „steiniger“ Weg bis zur Realisierung eines von vielen Linsengerichter Bürgern geäußerten Wunsches scheint nunmehr nach sieben Jahren in Erfüllung zu gehen, da im neuen Doppelhaushalt 2019/2020 weitere 25.000,-- etatisiert wurden. „Auf unsere Rückfrage im Rahmen der Ortsbeiratssitzung wurde als Umsetzungstermin September 2019 genannt. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die neue Friedhofsatzung aufgestellt und beschlossen sein“, hofft Ortsbeiratsmitglied Klaus Balzer.

Ergänzend zu den Ausführungen im „Bürgerbrief“ ist hierzu noch festzuhalten, dass die Ablage von Grabschmuck voraussichtlich nicht auf den Grabplatten der um einen schmal wachsenden Baum angelegten Urnenkreisen ermöglicht werden wird, sondern nur rund um den Baumstamm selbst, damit die niveaugleich verlegten Grabplatten im Sinne einer einfacheren Pflege übermäht werden können. Denn die künftigen Bestattungsgebühren, die laut dem Bürgermeister ansteigen werden, hängen ja auch unmittelbar von den Pflegekosten ab.

„Auch der Sonnenschutz am Lützelhäuser Spielplatz geht auf eine Initiative der Bürgerliste zurück, wir freuen uns aber, dass sich nach dem heißen Sommer 2018 nun auch die SPD des Themas annimmt“, so Gemeindevertreter und Ortsbeiratsmitglied Ruben Hundhausen abschließend.


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